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Grundlagen & Strategie

Was kostet PageSpeed-Optimierung? Aufwand ehrlich planen

Was PageSpeed-Optimierung kostet, entscheiden Vorlagen, Shopsystem, Skripte, Server und Bilder. So planen Sie Analyse, Festpreis, Überwachung und Budget 2027.

16 Min. Lesezeit KostenPerformance-AnalyseCore Web Vitals

Kurz und einfach erklärt

Viele Firmen fragen: Was kostet es, die Website schneller zu machen? Darauf gibt es keinen festen Preis. Der Aufwand hängt von der Seite ab.

Wichtig sind diese Dinge: das Shopsystem, die Zahl der Seitentypen, fremde Skripte, der Server und die Bilder. Ein Seitentyp ist zum Beispiel die Seite für ein Produkt.

Zuerst wird gemessen. Danach steht fest, was zu tun ist. Erst dann gibt es einen fairen Preis.

Man kann einen festen Preis vereinbaren oder nach Stunden zahlen. Ein fester Preis passt gut, wenn klar ist, was zu tun ist.

Nach der Arbeit wird noch einmal gemessen. Die Seite sollte auch danach beobachtet werden. Sonst kann sie mit der Zeit wieder langsam werden. Wir helfen Ihnen dabei.

„Was kostet es, unsere Seite schneller zu machen?“ Die Frage kommt meist kurz vor der Budgetplanung, und sie ist berechtigt: Nur 48 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Websites bestehen alle drei Core Web Vitals, die Mehrheit hat also Arbeit vor sich. Eine seriöse Antwort ist trotzdem keine einzelne Zahl, sondern eine Rechnung mit fünf Unbekannten: Shopsystem, Zahl der Vorlagen, Drittanbieter-Skripte, Server und Cache, Bildbestand. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie diese Unbekannten vorab eingrenzen, warum eine Analyse vor der Umsetzung den Preis festlegt, wann ein Festpreis passt und wann eine Abrechnung nach Aufwand, was in einem Angebot stehen sollte und wie Sie das Budget für 2027 aufteilen. Eurobeträge nennen wir hier bewusst nicht: Sie hängen an genau diesen Faktoren und stehen mit allen Bedingungen auf unserer Preisseite.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur 48 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Websites bestehen alle drei Core Web Vitals. Wie viel Arbeit der Rest macht, entscheiden Shopsystem, Vorlagen, Skripte, Server und Bildbestand.
  • Der Aufwand folgt der Zahl der Vorlagen, nicht der Zahl der Adressen. Mobil bestehen 45 Prozent der Startseiten, aber 56 Prozent der Unterseiten die Core Web Vitals (Web Almanac 2025).
  • Eine Analyse vor der Umsetzung macht aus einer Schätzung ein Angebot. Sie misst Felddaten am 75. Perzentil (web.dev) und nimmt im Labor den Median aus mehreren Läufen statt eines Einzelwerts.
  • Festpreis und Aufwand verteilen das Risiko verschieden. Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten (§ 632 Abs. 3 BGB), eine absehbare wesentliche Überschreitung ist unverzüglich anzuzeigen (§ 649 Abs. 2 BGB).
  • Ein belastbares Angebot nennt Vorlagen, Messvorschrift, Ausschlüsse, Mitwirkung und den Termin der Nachmessung. Die Felddaten des Chrome UX Report bilden eine Änderung erst über 28 Tage (Chrome for Developers) vollständig ab.
  • Für 2027 gehören drei Posten ins Budget: Analyse, Umsetzung, Überwachung. PHP 8.2 erhält nur bis 31. Dezember 2026 Sicherheitsupdates (php.net); ein Laufzeitwechsel lässt sich mit der Tempoarbeit bündeln.

Warum es keinen Pauschalpreis gibt

Ein Pauschalpreis für „die Seite schneller machen“ setzt voraus, dass jede Seite gleich langsam ist und aus denselben Gründen. Das ist selten der Fall. Die Core Web Vitals bestehen aus drei Messwerten, und jeder fällt an einer anderen Stelle durch: Der Largest Contentful Paint (LCP) hängt an Server, Bildern und Ladereihenfolge, die Interaction to Next Paint (INP) an JavaScript und Drittanbieter-Code, der Cumulative Layout Shift (CLS) an fehlenden Platzhaltern und nachgeladenen Elementen. Wer nur einen dieser Werte verfehlt, hat ein anderes Projekt vor sich als jemand, der an allen drei scheitert.

Wo die Arbeit im Durchschnitt liegt, zeigen die Felddaten. Mobil erreichen 62 Prozent (Web Almanac 2025) der Websites einen guten LCP, 77 Prozent (Web Almanac 2025) eine gute INP und 81 Prozent (Web Almanac 2025) einen guten CLS. Der LCP ist mobil also der Wert, an dem am häufigsten gearbeitet werden muss, und ausgerechnet er berührt die meisten Schichten: vom Server über das Caching bis zur Bildauslieferung. Auf dem Desktop liegt dagegen der CLS mit 72 Prozent (Web Almanac 2025) am niedrigsten. Schon die Frage, welcher Wert auf welchem Gerät hakt, verschiebt also den Schwerpunkt der Arbeit.

Für die Kostenfrage folgt daraus: Der Preis hängt nicht an der Domain, sondern daran, welcher Wert auf welchen Seitentypen durchfällt und warum. Das lässt sich nur durch Messen herausfinden. Wie sich bessere Werte auf Umsatz und Absprung auswirken, beschreibt der Beitrag Ladezeit und Conversion. Hier geht es um die andere Seite der Rechnung: den Aufwand und wie Sie ihn planbar machen.

Abgrenzung

Dieser Beitrag behandelt Aufwand und Budget. Wie Sie Zielwerte und Abnahme vertraglich festschreiben, steht in Tempo festschreiben. Wie Sie einen Lighthouse-Bericht lesen und Maßnahmen ordnen, steht in Lighthouse-Report richtig lesen.

Fünf Faktoren, die den Aufwand bestimmen

In jeder Kostenschätzung für PageSpeed-Optimierung stecken dieselben fünf Faktoren. Sie lassen sich auch ohne Messung grob einschätzen, und genau diese Einschätzung sollte vor jedem Angebotsgespräch stehen. Dann reden beide Seiten über denselben Umfang, und Angebote verschiedener Anbieter werden vergleichbar.

Shopsystem und Code-Basis

Ein Shop auf einem Standard-Theme mit wenigen Erweiterungen lässt sich mit überschaubarem Aufwand optimieren. Ein über Jahre gewachsenes System mit eigenem Theme, vielen Plugins und undokumentierten Anpassungen verlangt mehr Prüfarbeit, bevor überhaupt etwas geändert werden kann. Entscheidend ist dabei weniger das System selbst als die Frage, wie weit der Shop vom Auslieferungszustand entfernt ist. Ob Shopware (Community Edition), WordPress oder ein anderes System: Jede eigene Anpassung muss nach einer Optimierung erneut getestet werden, und jede Erweiterung, die eigene Skripte oder Datenbankabfragen mitbringt, kann der Engpass sein. Typische Stellen beschreiben wir auf den Seiten Shopware-Performance und WordPress-Performance.

Zahl der Vorlagen

Ein Shop mit sehr vielen Artikeln hat nicht entsprechend viele Baustellen, sondern so viele, wie es Vorlagen gibt: Startseite, Kategorieliste, Artikeldetail, Suche, Warenkorb, Kasse, dazu Inhaltsseiten und Sonderfälle wie Aktionsseiten. Gemessen und optimiert wird je Vorlage. Dass sich Vorlagen deutlich unterscheiden, zeigen die Felddaten: Mobil bestehen 45 Prozent (Web Almanac 2025) der Startseiten die Core Web Vitals, bei Unterseiten sind es 56 Prozent (Web Almanac 2025). Eine Optimierung, die nur die Startseite betrachtet, lässt also offen, wie es auf den Seiten aussieht, auf denen tatsächlich gekauft wird.

Für die Planung heißt das: Zählen Sie Ihre Vorlagen, bevor Sie nach einem Preis fragen, und markieren Sie die wenigen, über die der meiste Umsatz läuft. Jede zusätzliche Vorlage im Umfang bedeutet eigene Messungen, eigene Ursachen und eigene Tests. Wie man den Bestand nach Vorlagen gliedert und mit den Einstiegen gewichtet, beschreibt der Beitrag Vorlage statt Startseite.

Drittanbieter-Skripte

Analyse-, Werbe-, Chat- und Bewertungsskripte sind der Faktor, den die Technik allein am wenigsten beeinflusst. Der Anteil der Seiten mit mindestens einem Drittanbieter liegt bei 90 Prozent oder mehr (Web Almanac 2025). Technisch ist das Verzögern oder Ersetzen eines Skripts oft schnell erledigt. Den Aufwand treibt die Abstimmung: Wer braucht das Skript, was misst es, darf es später laden, gibt es eine leichtere Einbindung? Diese Fragen beantwortet nicht die Entwicklung, sondern Marketing, Vertrieb und Datenschutz. Planen Sie deshalb Zeit für eine Inventur und für Entscheidungen ein. Ein Vorgehen Schritt für Schritt zeigt Third-Party-Skripte entschlacken, die technische Umsetzung gehört zur Frontend-Optimierung.

Server und Cache

Die Server-Antwortzeit (Time to First Byte, TTFB) ist der Sockel, auf dem jeder andere Messwert steht. Mobil erreichen nur 44 Prozent (Web Almanac 2025) der Websites eine gute TTFB, also unter 0,8 Sekunden. Ob hier viel zu tun ist, hängt von Hosting, Laufzeitumgebung, Datenbank und Cache-Konfiguration ab. Manche Ursachen sind mit einer Einstellung behoben, etwa ein fehlender Seiten-Cache. Andere verlangen eine neue PHP-Version, einen Umzug oder einen Umbau der Caching-Strategie. Diese Spanne macht Server-Arbeit schwer vorherzusagen, solange niemand gemessen hat, wie viel der Ladezeit vor dem ersten Byte vergeht. Mehr dazu auf der Seite Server-Optimierung.

Bildbestand

Bilder machen bei der Startseite im Median den größten Anteil der übertragenen Daten aus, vor JavaScript und Schriften (Web Almanac 2025). Zudem setzen 62 Prozent (Web Almanac 2025) der mobilen Seiten bei mindestens einem Bild keine Abmessungen, was Layoutsprünge begünstigt. Der Aufwand hängt hier weniger an der Zahl der Bilder als an der Frage, ob es eine Bildstrecke gibt. Werden Formate, Größen und Abmessungen zentral erzeugt, ist eine Umstellung vor allem Konfiguration. Liegen große Bestände ohne einheitliche Verarbeitung vor, wird daraus ein eigenes Teilprojekt. Was dabei zu tun ist, beschreibt die Seite Bildoptimierung.

FaktorEher geringer AufwandEher hoher AufwandVorab erkennbar an
Shopsystem und CodeStandard-Theme, wenige Erweiterungeneigenes Theme, viele Plugins, wenig DokumentationListe der Erweiterungen und Anpassungen
Vorlagenwenige Seitentypen mit gleichem Aufbauviele Seitentypen und SonderfälleSeitentypen in Navigation und Kasse
Drittanbieter-Skriptewenige, asynchron eingebundenüber Jahre gewachsen, ohne ZuständigkeitInhalt des Tag-Managers, Einwilligungsbanner
Server und Cacheaktuelle Laufzeit, Seiten-Cache aktivveraltete Laufzeit, kein Seiten-CacheTTFB in den Felddaten, PHP-Version
Bildbestandzentrale Bildstrecke mit modernen FormatenOriginale ohne Verarbeitung, fehlende AbmessungenFormate und Größen auf einer Kategorieseite

Analyse vor Umsetzung: warum die Messung den Preis festlegt

Ein Angebot ohne Messung ist eine Schätzung mit Sicherheitsaufschlag. Wer vorher misst, kann den Aufwand je Vorlage und je Ursache benennen und damit genau das anbieten, was gebraucht wird. Für die Messung selbst gelten zwei Regeln, die auch den Aufwand der Analyse bestimmen.

Erstens zählen die Felddaten echter Besuche, und zwar am 75. Perzentil (web.dev), getrennt nach Mobilgerät und Desktop. Diese Daten sind ein gleitender Durchschnitt über 28 Tage (Chrome for Developers). Für kleinere Seiten oder einzelne Vorlagen liegen oft keine ausreichenden Felddaten vor; dann muss die Analyse mit Laborwerten und einer eigenen Messung im Feld arbeiten. Den Unterschied zwischen beiden Quellen erläutert der Beitrag RUM vs. CrUX.

Zweitens schwanken Laborwerte von Lauf zu Lauf. Der Median aus 5 Läufen (Lighthouse-Dokumentation) ist doppelt so stabil wie ein einzelner Lauf. Eine Analyse, die je Vorlage und Gerät mehrere Läufe nimmt, braucht deshalb mehr Zeit als ein schneller Test. Dafür liefert sie Ausgangswerte, an denen sich die Wirkung später ehrlich messen lässt. Ein einzelner Lighthouse-Audit ist ein guter Einstieg, ersetzt aber nicht die Sicht auf alle umsatzrelevanten Vorlagen.

  1. Ausgangswerte je Vorlage und Gerät, im Feld und im Labor, mit Datum und Messvorschrift
  2. die Ursache je verfehltem Messwert, nicht nur den Messwert selbst
  3. eine Maßnahmenliste mit erwarteter Wirkung und geschätztem Aufwand je Punkt
  4. eine Reihenfolge nach Wirkung, Aufwand und Umsatzgewicht der Vorlage
  5. eine klare Abgrenzung, was nicht untersucht wurde und warum

Bei uns führt dieser Weg über die Performance-Analyse: eine kostenlose Erstanalyse zur Einordnung, danach je nach Umfang ein Quick-Check für eine Vorlage oder ein Audit über mehrere Vorlagen. Analyse und Umsetzung sind getrennt buchbar, Sie können den Maßnahmenplan also auch mit dem eigenen Team abarbeiten. Die Preise der einzelnen Stufen stehen mit allen Bedingungen auf der eingangs verlinkten Preisseite.

Festpreis oder Aufwand: zwei Modelle, zwei Risiken

Rechtlich unterscheiden sich die beiden Modelle im Kern. Beim Werkvertrag schuldet der Auftragnehmer die Herstellung des versprochenen Werkes (§ 631 BGB), also ein Ergebnis. Beim Dienstvertrag schuldet er die versprochenen Dienste (§ 611 BGB), also die Tätigkeit. Performance-Arbeit enthält oft beides: Ein vereinbarter Zielwert auf einer bestimmten Vorlage ist ein Ergebnis, die Suche nach der Ursache eines sporadischen Einbruchs eher eine Tätigkeit mit offenem Ausgang.

Auch beim Kostenvoranschlag lohnt der Blick ins Gesetz. Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten (§ 632 Abs. 3 BGB). Soll eine aufwendige Voranalyse bezahlt werden, gehört das vorab vereinbart. Das ist ein guter Grund, Analyse und Umsetzung als getrennte Leistungen zu beauftragen. Zeichnet sich ab, dass ein Kostenanschlag wesentlich überschritten wird, hat der Unternehmer das dem Besteller unverzüglich anzuzeigen (§ 649 Abs. 2 BGB). Für die Praxis heißt das: Wer nach Aufwand beauftragt, legt eine Schwelle fest, ab der eine Rückmeldung fällig wird, und regelt den Umgang damit schriftlich. Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.

MerkmalFestpreis nach AnalyseAbrechnung nach AufwandMischform
Passt, wennUrsachen und Maßnahmen gemessen sinddie Ursache noch gesucht wirdein Teil bekannt und ein Teil offen ist
Risiko für SieMehrkosten nur bei geändertem UmfangEndsumme steht erst am Ende festbegrenzt durch einen vereinbarten Deckel
Risiko für den AnbieterFehleinschätzung geht zu seinen Lastengeringgeteilt
VoraussetzungAnalyse und klare AbgrenzungSchwelle für Rückmeldung, ZwischenberichteFestpreis für Belegtes, Budget für Unbekanntes

Eine praxistaugliche Aufteilung

Ein Festpreis für die Maßnahmen, die die Analyse belegt hat, plus ein gedeckeltes Aufwandsbudget für das, was sich erst bei der Umsetzung zeigt, etwa ein Konflikt mit einer Erweiterung. Der Deckel und die Pflicht zur Rückmeldung stehen im Angebot, nicht in einer späteren Mail.

Wir arbeiten in der Regel mit einem Festpreis nach der Analyse. Der Umfang steht vor der Beauftragung fest, und was nicht im Angebot steht, wird nicht berechnet. Zeigt sich bei der Umsetzung ein Punkt, der außerhalb des vereinbarten Umfangs liegt, sprechen wir ihn an, bevor daran gearbeitet wird.

Was ein Angebot enthalten sollte

Ob ein Angebot für PageSpeed-Optimierung belastbar ist, sehen Sie an wenigen Punkten. Fehlen sie, ist der Preis nicht unbedingt falsch, aber nicht vergleichbar: Zwei Angebote mit verschiedenen Messvorschriften beschreiben verschiedene Leistungen, auch wenn sie dieselbe Überschrift tragen.

  • Umfang: die Liste der Vorlagen und Geräteklassen, die optimiert werden, mit einer Beispieladresse je Vorlage
  • Messvorschrift: Felddaten am 75. Perzentil oder Labor mit festem Profil, Median aus mehreren Läufen, Datum der Ausgangsmessung
  • Maßnahmen: was konkret geändert wird, mit erwarteter Wirkung je Messwert
  • Ausschlüsse: was ausdrücklich nicht enthalten ist, etwa ein Theme-Neubau oder der Ersatz einer Erweiterung
  • Mitwirkung: Zugänge, Testumgebung, Entscheider für Drittanbieter-Skripte und Termine für Freigaben
  • Nachmessung: mit derselben Vorschrift wie zu Beginn und mit Zeitpunkt; bei Felddaten erst nach Ablauf des Datenfensters
  • Mehraufwand: ab welcher Schwelle der Anbieter sich meldet und wie zusätzliche Arbeiten freigegeben werden
  • Rückweg: eine Sicherung vor jedem Eingriff und ein dokumentierter Weg zurück

Wie Sie Zielwerte und Abnahme so fassen, dass am Ende kein Streit über die Messung entsteht, behandelt der eingangs unter „Abgrenzung“ genannte Beitrag zum Festschreiben von Tempo. Für das Angebot selbst gilt: Je genauer Umfang und Messvorschrift beschrieben sind, desto kleiner muss der Sicherheitsaufschlag sein, den ein Anbieter für Unbekanntes einrechnet.

Laufende Überwachung: warum Tempo wieder verloren geht

Eine optimierte Seite bleibt nicht von selbst schnell. Neue Kampagnen bringen neue Skripte, neue Produktbilder kommen ohne Abmessungen, ein Update ändert die Ladereihenfolge. Auch das Web insgesamt wird schwerer: Die Startseite ist im Median binnen eines Jahres um 7,8 Prozent (Web Almanac 2025) gewachsen. Ohne Überwachung fällt ein Rückschritt oft erst auf, wenn er schon in den Felddaten steht und damit wochenlang wirkt.

Dazu kommt, dass Felddaten träge sind. Wer nach einer Korrektur in der Search Console die Validierung startet, wartet 28 Tage (Search Console-Hilfe), in denen der Bericht beobachtet, ob das Problem noch auftritt, bevor er es als behoben führt. Wer im Budget nur die Umsetzung einplant, hat am Ende keinen Posten für die Bestätigung. Wie Sie den Bericht lesen und die Validierung einordnen, zeigt Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console richtig lesen.

Für die Überwachung gibt es zwei Wege, die sich ergänzen: ein Performance-Budget im CI, das Rückschritte vor dem Livegang stoppt, und eine laufende Messung der Felddaten, die zeigt, was bei echten Besuchen ankommt. Ein laufendes Monitoring der Core Web Vitals bieten wir als eigene Leistung an; Umfang und Konditionen stehen auf der Preisseite.

Das Budget für 2027 planen

Wer jetzt für 2027 plant, sollte PageSpeed nicht als eine Zeile führen, sondern als drei. So bleibt sichtbar, welcher Teil fest planbar ist und welcher erst nach der Analyse beziffert werden kann.

Analyse

Fest planbar. Sie legt den Umfang der Umsetzung fest und liefert die Ausgangswerte. Am sinnvollsten früh im Jahr, damit die Ergebnisse in die Umsetzungsplanung einfließen.

Umsetzung

Erst nach der Analyse bezifferbar. Im Budget als Rahmen mit Reserve führen, nicht als feste Summe aus dem Bauch. Größere Eingriffe vor die umsatzstarken Monate legen.

Überwachung

Laufender Posten. Hält das erreichte Niveau, meldet Rückschritte nach Updates und Kampagnen und liefert die Nachmessung, die eine Umsetzung erst belegt.

Zwei Termine gehören in die Planung. Jede PHP-Version wird nach zwei Jahren aktiver Pflege noch zwei weitere Jahre nur bei kritischen Sicherheitslücken versorgt (php.net). Für PHP 8.2 endet dieser Zeitraum am 31. Dezember 2026 (php.net), für PHP 8.3 am 31. Dezember 2027 (php.net). Ein Wechsel der Laufzeit verlangt ohnehin einen Testdurchlauf aller Vorlagen; wer Performance-Arbeit damit bündelt, testet einmal statt zweimal. Was die Laufzeit selbst an Tempo bringt, beschreibt PHP-Laufzeit optimieren.

Außerdem ändern sich die Messgrößen. Im März 2024 (web.dev) hat die Interaction to Next Paint den bisherigen Wert First Input Delay als Core Web Vital abgelöst. Seiten, die zuvor alle Werte erfüllten, mussten danach neu bewertet werden. Ein Budget, das eine kleine Reserve für Nachmessungen nach solchen Änderungen enthält, muss nicht unter dem Jahr nachverhandelt werden.

Und schließlich: Die umsatzstärksten Wochen sind die ungünstigste Zeit für Umbauten. Größere Eingriffe gehören in ruhigere Monate. Vor Aktionen reicht dann die Vorbereitung, etwa das Vorwärmen des Caches zum Aktionsstart.

Die ehrliche Antwort auf „Was kostet das?“

Ein seriöser Preis für PageSpeed-Optimierung entsteht nach der Messung, nicht davor. Vorher lässt sich der Rahmen eingrenzen: Zahl der Vorlagen, Zustand des Systems, Menge der Skripte, Server und Bildbestand. Wer diese Punkte vor dem Gespräch zusammenträgt, bekommt schneller ein Angebot, das sich mit anderen vergleichen lässt.

Was eine ehrliche Planung spart

Eine ehrliche Planung kostet am Anfang Zeit: Vorlagen zählen, Skripte erfassen, eine Analyse beauftragen, bevor die erste Zeile geändert wird. Dafür spart sie an anderer Stelle. Sie verhindert, dass Budget in Maßnahmen fließt, die den falschen Messwert verbessern, und sie macht Angebote vergleichbar, weil alle Beteiligten auf dieselben Ausgangswerte schauen. Vor allem liefert sie den Nachweis, den die Geschäftsführung bei der nächsten Budgetrunde sehen will: Ausgangswert, Maßnahme, Ergebnis.

Wenn Sie für 2027 planen, ist eine Analyse Ihrer wichtigsten Vorlagen der kleinste sinnvolle Schritt. Wir messen im Feld und im Labor, benennen die Ursachen und legen einen Maßnahmenplan mit Aufwand je Punkt vor. Einen Überblick über alle Bausteine von der Analyse bis zur Überwachung finden Sie unter Leistungen.

Quellen

Dieser Artikel basiert auf Daten aus: Web Almanac 2025 (Kapitel Performance, Page Weight und Third Parties); web.dev (Web Vitals; Interaction to Next Paint is officially a Core Web Vital); Chrome for Developers (CrUX API); Lighthouse-Dokumentation (Lighthouse Variability); Search Console-Hilfe (Core Web Vitals-Bericht); php.net (Supported Versions); Bürgerliches Gesetzbuch (§§ 611, 631, 632 und 649 BGB).

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